GueRon Island
 

.                                     Meeroos

Meeroos am Wasserfall

Die Meeroos haben in unserer virtuellen Welt einen Siegeszug sondergleichen angetreten. Auch wir haben sie in unser Herz geschlossen. Eine große Meeroofamilie bevölkert - mit anderen Tieren und uns zusammen - nun auch unsere schöne Insel.

Wenn Du eine Bildergeschichte anschauen möchtest, dann bitte HIER.

Ein Kinderbuch über unsere Meeroos findest Du, wenn Du das nachstehende Bild anklickst.

 

Und HIER gibt es einen SL-Url direkt zu den Meeroos.  

Lebenslauf der Meeros

  

Die Eltern bauen ein Nest.                                              Es rührt sich was im Nest.

 

  

Zwei Meeroos sind geboren ...                                 ... und springen in ihre Weltl

 

  

Gefuttert werden Heidelbeeren.

 

  

Und zu bereden gibt es unendlich viel.

 

Hallo Kleiner, willst du wieder nicht hören?

 

  

Nur 60 Tage bleiben die Meeroos bei den Menschen. Dann zieht es sie in die Wildnis, und es heißt Abschied nehmen. Sie selbst leben ewig in ihrer Fabelwelt.

 

  

Ein letzter Blick über das Meeroland bei den Menschen. Sie werden ihre treu sorgenden Frauchen und Herrchen nicht vergessen.

Posen

Ganz früh hat Petronja die Meeroos versammelt, damit sie Tergue zum Geburtstag gratulieren können. Es war nicht leicht, die quirligen Tierchen zusammenzuhalten und zum Aufstehen zu bewegen. Einige haben gemault und  wollten nicht still auf den Hinterbeinchen stehen bleiben. Das kehlige Gurren war unüberhörbar. Aber Tergue hat sich sehr gefreut. Und wenn er sich nicht getäuscht hat, klang das Gurren wie ein Geburtstagsständchen. Ob Petronja das mit den Kleinen eingeübt hat? 

 

  

 Ich bin Jockl, ein sehr sehr seltenes Meeroo, weil ich eine langhaarige Halskrause und Brust habe. Das kommt nicht oft vor, gilt als etwas ganz Besonderes und ist ein großer Zuchterfolg.

 

  

Was riecht denn hier so gut?                           Mal alle herhören ... 

 

  

Ihr seid alle Angeber. Ich kann viel länger auf zwei Beinen stehen als ihr ... 

 

  

Hier fühle ich mich sicher.                                        Langsam werde ich müde ... 

 

  

              Ganz schön müde bin ich ...         Schluss für heute! Alle in die Schlafmulden! 

 

Die Geschichte der Meeroos

 Im August 1930 arbeitete sich ein Anthropologe, der verlorenen Zivilisationen nachforschte, zu Fuß durch den lianenbewachsenen, weit entlegenen Dschungel. Mit seiner Machete schlug er sich einen Weg durch das Dickicht. Plötzlich sah er sich konfrontiert mit einem merkwürdigen Vogelgesang. Es waren sehr ungewöhnliche Laute, ein sanftes Wispern, leise und so dahingehaucht. Der Mann änderte seinen Weg und bewegte sich in die Richtung, aus der das Geräusch kam. Da geriet er an ein Beet mit wilden, hohen Pflanzen. Er arbeitete sich vor, fühlte das weiche Gelände unter seinen Stiefeln, kniete nieder und bemerkte das zarte Geräusch am unteren Ende eines alten Zweiges. Er bog einen kleinen Teil von dem dichten Gestrüpp zur Seite. Darin entdeckte er eine winzige Kreatur, wie er sie nie zuvor gesehen hatte. Sie war klein, mit weiten Augen, ganz allein, ein einzelnes Junges, das eingehüllt in einem Bettchen aus Blättern und Gras lag, nicht größer als sein Handteller. Seine Pelzmerkmale waren ungewöhnlich, nicht wie bei einer wilden Katze, die er ja studiert hatte. Und Bären gab es hier auch nicht in diesem Territorium. Der lange Schwanz machte ihn sprachlos. Ein Fuchs? Nein der Fuchs war rege und mager. Und diese Kreatur war robust.

Er nahm das gurrende Junge auf und hielt es an seiner Brust. Ein Schatten unterbrach die Lichtstrahlen, indem er durch die Zweigspitzen schoss, und ein Krächzen drang hervor und schallte durch den Wald und jagte die anderen Waldbewohner von ihren Nestern. Ein Beutevogel jagte, und plötzlich schien das Junge sein beabsichtigtes Festmal werden zu sollen. Er packte das Tier, das nun schlief, in seine Tasche und setzte seine Tour durch den Wald fort, zurück zum örtlichen Dorf. Im Quartier durchstöberte er seine Bücher in der Hoffnung, diese kleine Kreatur identifizieren zu können, aber erfolglos. Schließlich entschied er, einen der lokalen Mitarbeiter hinzuzuziehen. Er hoffte, dass die Leute, die mit ihm zusammen studierten und hier lebten, das Tier kennen würden. Den Deckel seiner Tasche öffnend ließ er das kleine Tierbaby heraus. Es hatte sich zu einem Ball zusammengerollt und liebkoste sich so selbst. "Weißt du, was das für ein Tier ist?" fragte er in der Eingeborenensprache. Seine Mitarbeiterin schaute nicht mehr weg von dem schlafenden Tierbaby und flüsterte: "Ein Gefährte Gottes." Sie streckte ihre Hand nach der Kreatur aus und streichelte mit dem Rücken ihrer Finger sanft über das seidene Fell. Das Kleine schaute still zu ihr auf, blinzelte, als ob es mit seinen runden blau-grünen Augen lächeln wollte, und fiel wieder in den Schlaf.

Sie fuhr nun in Spanisch fort: "Sie sind so alt wie die Zeit. Unsere Vorfahren nutzten ihre Schönheit, um sie in Wände zu schnitzen und so den Göttern von der Treue und Sanftheit dieser Kreaturen zu berichten. Sie verkörpern Unschuld, Reinheit und Gutmütigkeit. Man erzählt sich, dass die Götter, als sie sich die Freundschaft ausdachten, die Sterblichen in ihrem Fleisch für zu verderbt hielten und deshalb ein Tier erschufen, das keinen Hass, keinen Neid und kein Machtstreben kannte. Es wurde als Geschenk an die Menschheit betrachtet. Von jedem können wir vieles lernen. Die Treue eines solchen Tieres zu haben, war eine Gnade."

Sie wandte sich dem Tier zu und brachte Folgendes zum Ausdruck: "Sie gingen mit den Menschen des Altertums während der großen Kriege zugrunde, in denen die beteiligten Zivilisationen vernichtet wurden. Philosophen forderten von den Göttern, sie als Geschenk zurückzubekommen. Wissenschaftler sagten, sie seien geschätzte Repräsentanten einer idealistischen Welt und hätten nicht wirklich existiert. Für mein Volk sind sie Kreaturen der Legende."

Er runzelte seine Augenbrauen. "Na wenn dort eines ist, müssen auch noch mehrere dort sein. Sie können nicht in einem Nebel von Zauberei erscheinen."

Sie schüttelte ihr Haupt. "Wenn man unsere Naturstudien anschaut, sind Kreaturen wie diese in den Archiven vergangener Kulturen rund um die Erde enthalten. Von Ägypten bis Mesopotanien haben Archäologen Schriften, Gräber und Zeichnungen gefunden, wobei sie glaubten, es seien einfache Katzen. Immer wieder kam das in der Urgeschichte in verschiedensten Formen vor. Tatsächlich gibt es eine, vielleicht auch ein paar mehr auf der ganzen Welt, aber nur in kleiner Zahl und andere mögen in der Tat ausgestorben sein oder sich zumindest in dieser Gefahr befinden. Unter diesen Umständen entschieden sich die Anthropologen, ihre Studien breit anzulegen."

Im folgenden Monat, in dem er das Kleine von Hand aufzog und mit Ziegenmilch und süßen Blättern fütterte, ging er nach Chicago zurück. Dort begann er, die Geschichte ähnlicher Kreaturen zu recherchieren, so wie er sie in der Kunst, der Literatur und in Artikeln fand.

Im folgenden Jahr reiste er mit seinem Tier , das er nun Meeroo nannte, nach Ägypten. Dabei hatte er schmerzliche Temperaturen und Sandstürme zu überwinden, bis er eines Abends bei Sonnenuntergang einen Schatten in der dunstigen Ferne sah. Ein bekannter Umriss zeichnete sich im Sandsturm ab. Er setzte sein Meeroo neben sich ab. Das entfernte Tier schien Notiz zu nehmen und war vermutlich ein Welpe, auf den sein Tier reagierte. Die Kratur kam näher. Und plötzlich nahm er dasselbe Fell und dieselbe Gestalt an ihm wahr wie bei seinem. Es schaute zu ihm mit großen, wunderschönen Augen und sah ihn einen Moment lang direkt an. Es begann, seinen Meeroo zu lecken und sein Fell zu pflegen. Sie spielten zusammen im Sand, bis der Mond hoch oben stand, und legten sich dann im Zelt des Anthropologen auf seiner Brust schlafen.

Die beiden Meeroos begleiteten ihn nach Australien, Neuseeland, Peru, Thailand und nach noch entfernteren Gegenden, die seit Jahrhunderten von Menschen unberührt waren. Und der Ruf der Meeroo schien Widerhall für noch weitere exotische Exemplare dieser Spezies zu finden. Als die Anthropologenszene anwuchs, zog er sich mit seiner Familie auf eine Insel im Südpazifik zurück, wo er sein Leben dem Überleben der Tiere widmete. Er hielt nur Kontakt mit einer einzigen Kollegin während all dieser Jahre der Isolation auf der Insel, mit Araceli. Sie konnte sich in seine Entdeckungsgeschichten und seine kostbaren alten Darstellungen dieser legendären Familie einfühlen.

Nach fast einem Jahr, seit man von ihm gehört hatte, 1950 etwa, reiste Araceli zwei Monate lang per Flugzeug und Schiff zu seiner geheimen Insel. Um sicher zu sein, dass sie alleine war, wanderte sie zwei Tage lang durch die Wildnis. Dann kam sie auf eine große Lichtung mitten auf der Insel, wo noch eine andere Insel vor ihr in die Höhe ragte. Es war, als ob ein Stück Erde herausgedreht und aufgehängt worden wäre. Magie! Sie hielt sich an Weinstöcken fest, die aus dem Dreck vom Felsen herunterhingen und sie ruhte sich in kleinen Höhlen aus, wenn sie ermüdet war. Sie brauchte eine Nacht und einen Tag, um den Gipfel zu erreichen. Aber sie hielt durch und fiel am zweiten Tag erschöpft auf einem Plateau hin. Ihr Blick richtete sich abwärts und blieb an einem zerfallenen, in Wein und Moos eingehüllten Steinbauwerk hängen. Sie fand ihre Beweglichkeit wieder und ging zum Eingang und dann in das Gebäude. Eingehüllt in Dunkelheit sah sie das Flackern eines kleinen Feuers am Ende des Raumes. Es warf Schatten an die Wand, die tanzten wie Blätter. Steifen Schrittes näherte sie sich einem Feldbett, auf dem unter wollenen Teppichen ihr Freund lag. Er war steif und unbeweglich. Sie griff nach seinem Gesicht und streichelte es mit dem Rücken ihrer Finger und merkte, dass er kalt war. Neben ihm lag ein Buch: die Legende von den Meeroos. Ein Geräusch hinter ihr irritierte sie. Sie drehte sich fix um und sah in ein vertrautes Gesichtchen mit blauen Augen, die im Schein der Flamme leuchteten. Es war sein Meeroo. Es machte einen Schritt zu ihr. Sie ging auf die Knie und sie streckte ihre Hand aus. "Erkennst du mich?" Das Meero kam zu ihr. Als es sie erreichte, stellte es sich auf die Hinterbeine und sah sie an und stellte den Kopf schräg. Es hatte sie erkannt. Und durch das grelle Sonnenlicht, das durch die Tür brach, sah sie einander deutlicher werden und dann konnten sie sich ganz sehen. Und dann kamen Dutzende von Kreaturen in verschiedenen Farben und Mustern im Fell an. Ein paar Schritte entfernt hielten sie inne und beobachteten sie neugierig. Das erste Meeroo gesellte sich an ihre Seite. Es rollte sich zu einem Ball zusammen und ruhte sich mit dem Kopf zwischen ihren Beinen aus. Ein Baby robbte spielend von der zusammengekauerten Meeroomenge zu ihr. Und bald begannen alle, sich ihr zu nähern und ihre Arme zu reiben und sie gaben subtile Laute der Annäherung von sich.

Araceli blieb bei den Meeroos. Sie kopierte die anthropologischen Meerootagebücher von Hand und schickte sie zu ihren Vertrauten. Schon bald wurde die Meeroo Erhaltungs Gesellschaft gegründet. Und in unbekannter Anzahl haben freundliche Männer und Frauen von überall her ihre Häuser und Herzen geöffnet, damit diese mystischen Tiere erneut gedeihen können.

Vielleicht machst du mit!

 

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